Wirtschaftsblatt: Roller boomen

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Mit Vespa & Co. den Autos ein Schnippchen schlagen

 

Stau? Parkplatzkrampf? Mit einem Roller vermeiden Manager dieses Problem - und das macht sich in Zahlen merkbar: Der Markt wuchs trotz Krise um 14 Prozent.

 

"Für mich ist wichtig, schnell von A nach B zu kommen. Und der Roller ist dabei eines der effizientesten Mittel", sagt Christian Pöttler, Geschäftsführer des Echo Medienhauses. Die Redaktion des WirtschaftsBlatt hatte einst ein Wettrennen im Wiener Stoßverkehr gemacht - und die Vespa gewann dabei haushoch gegen Auto und Elektrofahrrad. Der Grund: Parkplatzsuche und Stau sind für "Vespisten" Fremdwörter. Dennoch ist der Roller für Pöttler kein Allheilmittel: Kurze Strecken geht er zu Fuß, und wenn er viel transportieren muss, wählt er das Auto.

 

Auch das Wetter spielt beim Vespa-Fahren eine Rolle. "Trotz viel Regen hatten wir aber ein gutes erstes Quartal", sagt Josef Faber, als Geschäftsführer der J. Faber GesmbH Generalimporteur zahlreicher Zweirad-Marken. Der Gesamt-Markt ist laut Faber um 14 Prozent gewachsen; der Markt für 125-ccm-Modelle wuchs um rund 18 Prozent, der 50-ccm-Markt um rund 13 Prozent - in diesem Segment hat Faber die Marktperformance mit 104 Prozent Wachstum übertroffen. Zurückzuführen ist das unter anderem darauf, dass Faber die österreichische Post mit mehr als 100 Piaggio Liberty ausgestattet hat - diese sind für die Zustellung adaptiert, haben einen verstärkten Rahmen und Gepäckträger.

 

Topseller Vespa

 

Der Topseller ist laut Faber die Vespa: "Österreich ist ein Vespa-Land", sagt er: "Denn die Vespa wird nicht nur als Verkehrsmittel gesehen, sondern zeigt auch eine Lebenseinstellung."

Wir haben das jüngste Modell, die Vespa LX Touring, genauer unter die Lupe genommen: Diese ist standardmäßig in brauner Farbe mit braunem Sitz erhältlich, was ein gewisses nostalgisches Lebensgefühl beim Fahrer weckt. Zum Standard gehören zudem ein Windschutz, sowie Gepäckträger vorne und hinten - der Name "Touring" ist also Programm: Damit bieten sich lange Ausflüge an. Ein praktischer Seitenständer ermöglicht, dass die Vespa ohne viel Kraftaufwand abgestellt werden kann. Fazit: Ein Modell mit wenig technischen Neuerungen, dafür Fokus auf Ästhetik und Praktisches.

Weniger gut als die Vespa verkauft sich der Piaggio MP3 (siehe Testbericht rechts), der im hochpreisigen Segment angesetzt ist und daher - so wie die Vespa - Manager als eine mögliche Zielgruppe hat. Sein Vorteil: Mit den drei Rädern ist er sicherer. Während aber in Paris 70 bis 100 MP3s pro Tag verkauft werden, sieht man in Wien noch relativ wenige der Dreiräder. Warum? "Die Österreicher sind vom Designempfinden her konservativ", sagt Faber: "Für die muss ein Roller aussehen wie eine Vespa." Außerdem gibt es in Paris im Gegensatz zu Wien viele innerstädtische Stadtautobahnen - da macht sich das Mehr an Kraft bezahlt.

 

Was Faber dazu sagt, dass laut VCÖ das Risiko eines tödlichen Unfalls mit dem Motorrad 19-mal so hoch ist wie mit dem Pkw? "Man muss aktiv fahren und den Verkehr im Auge halten", sagt er: "Generell wünsche ich mir, dass im Straßenverkehr mehr auf einander achtgegeben wird."

 

schaut mal nach Thailand Vietnam oder Malaysia...

 

da fahren fast alle mitm Roller rum... allerdings ist es da etwas wärmer als bei uns!

Interessanter Artikel: In Österreich boomen die Vespen, mein Sohn war gerade in der Nähe von Venedig und hat in 5 Tagen keine einzige gesehen.