V50 dreht nach Revision manchmal hoch

Servus zusammen,

wegen Falschluft und anderen Wartungsdingen hab ich meiner V50 eine Revision verpasst. Lager, Ringe, Dichtungen, DR50 neu (Kopf alt) neu - zusätzlich Vergaser neu, ASS neu, da ich auf den 48kmh Auspuff umgebaut habe.

 

Alles mit Dirko HT (meiner Meinung nach) penibel gedichtet (gleichzeitg aber auch immer nur DÜNN aufgetragen), Filzring gefettet und drinnen, das ganze Programm halt.

 

Trotzdem dreht der Motor manchmal hoch bei gezogener Kupplung, vornehmlich bei/nach schnellerer Fahrt. Aber nur manchmal! Bei langsamer Fahrt passiert gar nichts und wenn ich die Drehzahl per Kupplung wieder drücke, bleibt sie auch sauber im Leerlauf. Auch sonst springt sie sauber ohne Choke an, dreht sauber und gleichmäßig hoch, etc.

 

Ist das jetzt wieder Falschluft oder wie oder was? Sporadisch? Vor der Revision ist sie einfach sofort aus dem leerlauf abgegangen...jetzt ohne Muster. Gaszug hängt nicht!

 

Zusatzinfos: HD 70, Zündkerze ist auch eher zu dunkel und nicht weiß wie bei Magerbetrieb. Zündung war vorher auf 19° exakt, hab ich nicht geprüft, dürfte aber ja nachwievor passen (habs markiert), ZK neu.

 

Ideen? Hilfe? Ich dreh durch...es ist doch Sommer!!![ip]

Grüße

Nofsky

Hey,

 

Ist jetzt vielleicht etwas spät.... aber das selbe hatte ich auch mal. Da War der Wellendichtring der Kurbelwelle falsch herum eingebaut und lag somit nicht perfekt an der Kurbelwelle an.

 

Aber ich denke mal du hast das Problem eh schon behoben.  Würde mich auch interessieren was es war

 

LG Micha

Ich vermute eher daß die falsche Verwendung von Dichtmasse dazu führen wird, daß der Motor erneut geöffnet und diesmal korrekt abgedichtet werden muß: mit einem normalen Dichtsatz und der Papierdichtung.
Merke: Dichtmasse hat in einem alten Vespamotor absolut nichts verloren.

Die Dichtflächen der Vespamotoren sind ABSOLUT nicht für Dichtmasse ausgelegt, sondern für Papierdichtungen. Die Dichtflächen sind viel zu schmal, als daß Dichtmasse hier gut funktioniert.

Daß Leute trotzdem Dichtmasse verwenden (Unsitte!) liegt in deren Unkenntnis über die besondere Konstruktion der Vespamotoren und die Eigenschaften der Dichtmasse (bzw. was kann die Dichtmasse NICHT, was die seit 1946 in Vespamotoren verwendete Papierdichtung viel besser und langlebiger kann).

DIchtmasse kann man sicherlich für notdürftige kurzzeitige Nothilfe verwenden oder da, wo der Konstrukteur z.B. eines Tuningzylinders sie vorsieht.

Bitte bedenken: Vespamotoren waren schon immer industrielle Massenprodukte. Man hat hier von vorneherein eine günstige haltbare Lösung genommen und diese bis heute (bei der PX) beibehalten. Allein das sollte einem zu denken geben und man sollte nicht glauben, daß man als Laie das Rad neu erfinden kann. Wäre Dichtmasse hier sinnvoll, würde Piaggio das auch selbst tun.

Ich revidiere seit 1988 Schaltrollermotoren von Vespas. Hier habe ich teilweise ungeöffnete Motoren in den Fingern, bei denen nach 30-40 Jahren die Papierdichtungen auch nach hoher Laufleistung immer noch intakt sind. Bei "dichtmasseverpantschten" Motoren habe ich Exemplare auf der Werkbank, die nach ein paar km schon "hochgegangen sind" oder die Besitzer in Kauf nehmen, daß die Motoren hochdrehen oder schon bald Öl verlieren. Was für verwunderte Gesichter, wenn der Motor nochmal gemacht werden muß und danach alles reibungslos läuft (trotz der vermeintlich "schlechteren" Papierdichtung).

Kann ich Dir leider nicht zustimmen, weiß ja nicht was Du für Dichtmasse verwendest. Wird bei mir immer so gemacht und da ist noch kein Vespa Motor hoch gegangen geschweige denn er hat geleckt. Hab allerdings schon Motoren gesehen die nach kurzer betriebsdauer zwischen den Motorhälften geleckt haben und dann nochmal zerlegt werden mussten. Natürlich sollte man Dichtmasse nicht verschwenderisch drauf Klatschen und es ist auch nicht jede geeignet . Und die Leute die mit keinerlei Fachkenntnis meinen einen Vespa Motor revidieren zu können sollten das eh jemandem überlassen der sich mit sowas auskennt.