Max. Leistung?

Hallo, ich hätte mal net Frage, und zwar habe ich eine Vespa PX125 und möchte demnächst meinen Motor mit einem 166’er Malossi aufrüsten, nen anderen Vergaser verbauen und eigentlich das ganze Programm durchziehen! jetzt meine frage, womit bekomme ich am meisten leistung?? (also welche bauteile?)

Na also hier eine Bauanleitung für den Tuner !
Alles nur geklaut von mir aber scheint recht brauchbar zu sein.

Die Entstehung des SIP Racers geht auf das Jahr 1992 zurück.
Der Roller sollte ein Streetracer mit dem damals bereits sehr populären Styling werden, aber trotz allem auch ein alltagstaugliches Fahrzeug sein. Über weite Zeiträume war die Vespa das einzige Fortbewegungsmittel des Besitzers! Pflichtprogramm für den Racer war natürlich der Rahmencut, der aber nicht so massiv ausfiel wie bei vielen Rollern in dieser Zeit. Die Grundform der Vespa sollte ja nicht beeinträchtigt sein, gefragt war eine sportlichere Optik, sozusagen der SS90-Style bei einer PX. Äußerste Schnittlinie war daher Mitte der Blinkeröffnungen vorne im Beinschild, die Reste wurden mit Blechen zugeschweisst. Hinten war die Hälfte der Nummerntafel-Fläche Endpunkt des Cuts, die Seitenhauben wurden entsprechend angepasst. Um die Alltagstauglichkeit des Rollers zu gewährleisten, machte sich Ralf Gedanken über ein Handschuhfach für das verschmälerte Beinschild. Experimente mit einem V50 Handschuhfach brachten keine befriedigende Ergebnisse, daher wurde aus einem PX Handschuhfach ein Mittelstreifen herausgenommen, zusammengeschweißt und neu angepasst. Alles in allem weniger Arbeit als es aussieht. Um die untere Kante der Seitenhaube, den hinteren Bereich des Rahmens und das komplette Beinschild wurde ein dicker Schweißdraht geschweißt und dann verspachtelt, so entfällt Kantenschutzband o.ä. und es entsteht eine sehr homogene Optik. 1997 kam dann übrigens noch ein handlaminierter Carbondeckel dazu, der Hammer aussieht. Pfeili entschloss sich allerdings, den Deckel jetzt komplett zu lackieren was zur Folge hat dass kein Mensch mehr sieht, was Leckeres unter der Lackschicht steckt …

Nachdem Ralf bereits im Vorfeld lange auf der Suche nach eine TCE Scheibenbremse war, kamen zu diesem Zeitpunkt die GRIMECA Scheibenbremsen auf den Markt. Eine der ersten davon wurden natürlich gleich montiert!

Die erste Lackierung der PX200 war übrigens ein warmer gelbton mit braun-rot und Streifenübergang. Aus Budgetgründen wurde die Lackierung durch eine nahe Industrielackiererei in nicht optimaler Qualität aufgebracht. Die ganze Kohle floss schon damals in die Motorisierung. Bereits die erste Version hatte alles was gut und teuer ist, Malossi Zylinder, 30er Membranvergaserkit mit 30mm Mikuni Flachschiebervergaser, Langhubwelle (die hat damals noch 300,- DM gekostet!!), PSP 2000 Auspuff, kurzer 4. Gang etc. Und natürlich durfte für den korrekten Race Style auch ein Drop Bar nicht fehlen. Am SIP Racer ist immer noch der erste Drop montiert. Geschweißt bei WKB in München, einigen vielleicht noch ein Begriff. Da diese Firma eng mit einem TÜV Prüfer kooperierte war der Eintrag möglich. Auch die restlichen Motorveränderungen sind alle durch den TÜV abgenommen worden. Der Besitzer hatte die Nerven, 2 Wochen vor den Abiturprüfungen 4 geschlagene Tage zwischen Leistungsprüfständen und der über 100km entfernten TÜV Prüfstelle hin- und herzufahren um die Eintragungen zu erreichen. Am Ende hat beides geklappt, TÜV und Abi.

Im Herbst der selben Saison 1992 auf dem Scooterrun in Diessen am Ammersee fuhr Ralf scheinbar im Delirium mit dem Roller gegen eine Schranke und zerstörte dabei den kompletten Frontbereich. Eine neue Lackierung war also über den Winter fällig, der Roller wurde jetzt gelb-grün. Zudem erhielt der Motor noch einige Veränderungen, z.B. kam ab sofort ein 34er Flachschiebervergaser auf einem tiefergelegten MBD Ansaugstutzen zum Einsatz. Zudem eine selbst gebaute Vollwangenwelle, in der die Auswuchtöffnungen durch eingeschraubten und geklebten Kunststoff geschlossen wurden. Weitere Öffnungen wurde mit Balsaholz und UHU Endfest versiegelt um eine optimale Vorverdichtung zu erreichen. Viele Tuningteile, die es heute problemlos zu bestellen gibt, waren damals eben noch nicht verfügbar.

Der Roller wurde über 5 Jahre intensiv zur Anfahrt auf ca. 40 Rollertreffen