Elektro Vespa aus Berlin

Bericht in der ZEIT über eine Elektro Vespa in Berlin:

 

http://www.zeit.de/auto/2009-10/auto-vespa-elektro

 

Elektro-Roller

Wespe unter Strom

Alte Vespa-Roller haben viele Fans. In Berlin gibt es jetzt einen, der elektrisch fährt. Drei Schrauber haben ihn zusammengebaut. Von Kai Kolwitz

 

Den Unterschied zur Normal-Vespa sieht man nur, wenn die Klappe auf ist: Die Antriebseinheit des elektrisch angetriebenen Roller-Oldies

Den Unterschied zur Normal-Vespa sieht man nur, wenn die Klappe auf ist: Die Antriebseinheit des elektrisch angetriebenen Roller-Oldies

 

Es ist der Sound, der als erstes auffällt an der alten Vespa. Oder eher, die Abwesenheit von Sound. Denn statt dem üblichen Pöttern des Rollermotors hört man kaum etwas, als sich der weiße Roller in Bewegung setzt. Auch die Nase merkt nichts von der Anwesenheit des Klassikers: Die charakteristische Abgasfahne fehlt ebenfalls, trotz laufendem Motor. Die Beschleunigung hat dagegen etwas von Autoscooter für Erwachsene: Schaltpausen fallen aus. Stufenlos, wie an der Schnur gezogen, beschleunigt der Roller.



Gut 30 Jahre hat der Scooter auf dem Buckel. Siebziger-Jahre-Vespas sind gesucht und werden gern gefahren in den hipperen Stadtteilen Berlins und Hamburgs. In gutem Zustand wäre das, was gerade vor der Halle im Gewerbehof in Prenzlauer Berg parkt, rund 2500 Euro wert.

Allerdings greifen die üblichen Marktpreise nicht bei dem Modell, das Tobi Kückens, Donald Houwer und Nic Niemann aufgebaut haben. Denn statt des normalen 50-Kubik-Zweitakt-Motors steckt ein rund vier PS starker Elektroantrieb unter der Haube der Vespa. "Als ich das erste Mal mit ihr gefahren bin, war ich begeistert", beschreibt Houwer. "Es rüttelt nichts unter dem Hintern und ich konnte meine eigene Stimme hören."

Houwer und Niemann sind eigentlich Filmregisseure und Produzenten. Und ihnen ist Engagement für die Umwelt sehr wichtig. Im Rahmen der Berlinale organisieren die beiden mit ihrer Firma Green Me die sogenannte Green Me Lounge. Es ist ein Porojekt, in dem in Kooperation mit dem Naturschutzbund das Filmfestival ökologisch betrachtet und Drehbuchförderungen vergeben werden.



Die Idee für den Roller hatten die beiden Filmer, als sie auf der Suche nach einem zeiten Standbein waren. Weil auch das ökologisch angehaucht sein sollte, baute man Green Me Mobility auf, einen Vertrieb für Elektro-Roller der Marke Innoscooter in Berlin. Der Dritte im Team, Tobi Kückens, schraubt schon seit seiner Teenagerzeit an alten Scootern. Seine Werkstatt "Eastspeed" hat sich auf Reparaturen, Tuning und Restaurierungen von Vespas und Lambrettas spezialisiert.

 

Der Umbau gestaltete sich überraschend unaufwändig: Motor und Antrieb konnten komplett aus dem Elektroroller übernommen werden, ein Getriebe braucht die elektrische Vespa nicht. Es wurde ersatzlos gestrichen und wanderte in Kückens’ Ersatzteillager. Nur bei der Radaufhängung musste der Vespa-Mann ein bisschen tüfteln. Die Radaufhängung eines Motorrads verbindet nun das Hinterrad mit dem Rahmen: "Das ist eine Sondereintragung, der TÜV hat das so abgenommen", erklärt Kückens.

 

Die weiße Vespa ist der Erstling von Houwer, Kückens und Niemann. Die Rollerbauer haben einige interessante Details verwirklicht: So dient der Hauptständer gleichzeitig als Ein-/Ausschalter für den Motor. Wird der Ständer eingeklappt, ist der Roller bereit zum Losfahren. Die beiden Batteriepakete kann man herausnehmen und zum Laden einfach mit in die Wohnung nehmen. Echte 40 Kilometer Reichweite haben die Rollerbauer für die elektrische Vespa ermittelt, mit Lithium-Polymer- statt der im Prototypen verbauten Blei-Akkus ließe sich das noch steigern.

Rund 600 Kilometer ist die Elektro-Vespa bereits gefahren. Technische Probleme hat es, bis auf einige kaputte Scheinwerferbirnchen, nicht gegeben. Dafür aber diverse positive Reaktionen: "Selbst die Fans der alten Vespa sind völlig aus dem Häuschen, an dem Umbau hat sich noch niemand gestört", beschreibt Kückens, der den Roller schon auf Markentreffen präsentiert hat. Nur Fußgänger sollte man auf der Elektro-Vespa gut im Auge behalten, denn die hören den Roller oft nicht herannahen. Fürs Erste löst eine extralaute Hupe das Problem.


Mit den bisher gemachten Erfahrungen würde es zwischen einem und drei Monate dauern, eine weitere Elektro-Vespa auf die Räder zu stellen, schätzen die Macher. Knapp 3500 Euro nennt man als Basispreis für den Umbau eines Kundenrollers, hinzu kommen gegebenenfalls nötige Restaurierungsarbeiten an der Ausgangs-Vespa. Einige Vorbestellungen gibt es schon für die Synthese aus klassischer Optik und umweltfreundlicher Technik.

 

Und was noch alles möglich wäre, das zeigt eine zweite Elektro-Vespa, die in der Werkstatt zwischen Vespa-Oldtimern aus den Fünfzigern und Sechzigern kurz vor der Fertigstellung steht: Ein größeres Modell mit breiteren Kotflügeln, frisch lackiert, nachtschwarz, mit Helmfach im ehemaligen Tank, iPod-Anschluss und leichten Lithium-Polymer- statt schweren Blei-Akkus. Und mit einem stärkerem Elektromotor als die weiße Schwester draußen. "So kommt man auf der Autobahn besser zurecht", meint Rollerbauer Kückens dazu.

ersatz nicht aber alternative

ich hab mir auch schon nen emotor umbau überlegt

 

war mir aber zu teuer

elektroantrieb im roller ist ja an sich nix neues

es gibt sogar nen hybrid roller

hab ich in ebay gesehen - auch ne gute idee!!!

Das wäre wohl für alle das schlimmste, aber leider vorstellbar...

also marco ich nehm dir die schoki ab^^

Mir gings nur darum mal aufzuzeigen, was jetzt schon machbar ist.Tja der Sound, der muss dann aus den Boxen kommen...

Also ich weiß ja nicht aber ich fand das nie so toll [:D] Ich hab schon damals gesagt, wenn dann richtig...

 

Gruß

Guter Einwand. Da haste auch wieder Recht SMarco - Die Elektrovespa ist was für Leute die nicht bei der Sache sind und es verpeilen auf die Tankuhr zu schauen [:D]

 

Gruß

[quote user="DerRollerdoktor"]

Die erste Petition für das Verbot von 2-Taktern läuft bereits auch wenn diese wohl (zum Glück) keine Chance hat genügend Stimmen zu kriegen. Noch nicht.

[/quote]

Hab ich auch gelesen und das wird wohl irgendwann kommen.Hoffentlich dann zuerst in den Großstädten, so wie in Italien.

Stimmt das haste weiter oben schon geschrieben... Oh je :/

 

Gruß

[quote user="SMarco"]

verdammt der kuckkuck...

 

hab gesternja mein motor endlich wieder bekommen

eingebaut

läuft

 

*freu!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

mal sehen wie lange ;-)

[/quote]

Ääh, hast du jetzt nen E-Motor eingebaut, wegen dem Thema? [;)]

Also wie schon gesagt, gibt einige E-Karts und die kommen auch ohne fette Getriebe aus also in die Vespa sollte auch ein E-Motor mit etwas mehr Power passen!

 

Gruß

Ja, dann wie als Kind, wenn man Roller gefahren ist und das broam Geräusch des Motors selbst gemacht hat...

ach so alt bische jo auch noch nich^^

sicherlich haste keine 41 jahre mehr zur rente wie ich

Das wird schon so kommen, das die Akkus gleich sind, denn nur die größten Firmen werden die weiteste Reichweite bauen können und das ist erstmal kostenintensiv, bevor es evizient wird.

 

muss es ja bestimmt auch. wenn man die abmessungend er aktuellen zellen vergleicht sind die so groß und schwer wie nen fiat 500^^ also nich platzsparend unterzubringen

Jop ohne Sound fehlt was bzw ziemlich viel. Aber noch größer find ich das Problem mit der Akkuleistung. Ein Benzinmotor fährt Vollgas bis zum letzten Tropfen aber die Akkus lassen am Ende langsam nach...

 

Gruß

Dafür sind sie Schadstoffarm und Umweltfreundlich.Beschleunigung geht aber gut ab: Wenn da der "Gashahn" aufgerissen wird, kommt die Leistung sofort und nicht verzögert...

hehe jopp so siehts aus marco. gut das meene vespe schon die 33 jahre hat^^

die nimmt mir nur noch der gerichtsvollzieher ;-)

geb ich genauso wie mein 1er nimmer her

 

und dann steh ich wieder vor der frage...

welche farbe...

zum heulen!!!!

[:D] Vor dem Problem steh ich auch gerade... Ich werde meine PK wahrscheinlich in den Farben dieser gelben SIP-Vespa machen also logischerweiße gelb und mattsilber (kann des sein das des Silber pulverbeschichtet ist?)

 

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Gruß