Defekte Kurbelwelle

                                                           Moin Moin!

Ich hab´meinen ersten Roller gekauft - eine 150 GL Bj.1964! Das Fahrzeug ist noch original,hat aber leider
einen kapitalen Motorschaden. Irgend ein Wahnsinniger hat das Lüfter-Polrad mit Gewalt auf den
Kurbelwellenstumpf „getrümmert!“ Ergebnis: Lüfterrad u. Kurbelwelle zerstört! Hat jemand noch
Ersatzteile???

                   BigBen

zum glück hast du nicht loctite „fügen - welle/nabe genommen“!!!
…drum prüfe wer sich ewig bindet ;-

Original von malossini: [:D] Hallo Big Ben!

Mal eine etwas andere Lösung: Ich hatte bei meiner Sprint 177 eine Kurbelwelle mit ausgeschlagener Keilnut, weiters war der Konus recht eingelaufen. Da dir ja jetzt die Preise für Kurbelwelle und Schwungscheibe bekannt sind (sorry Markus von Sip)kannst du dir ja vorstellen wie ich reagiert habe. Ich kam zu dem Schluß, das 2 komponenten Harz hochfest von UHU billiger ist. Ich habe den Keil in die ausgeschlagene Nut ausgerichtet und eingeklebt. Nach einem Tag trocknungsdauer habe ich den Konus peinlichst genau von überschüssigen Kleber gereinigt und das Lüfterrad aufgeklebt. Mir ist nun klar, daß sich einige das Maul zerreißen werden, abre ich bin Werkzeugmacher und war mir meiner Tat bewußt. Nachteil an der Sache ist, daß der Kleber sehr dickflüssig ist und das Lüfterrad nicht direkt auf den Konus zum Liegen kommt. Dadurch kann sich eine leichte Unwucht ergeben, die auf die Lager gehen kann. Weiters sollte die Zündung gut eingestellt sein, denn da kommst du so schnell nicht mehr hin.
Meine Motor lief 2 Jahre so, Gardersee hin und retour usw. Ein defekter Simmerring beendete das Experiment. Es ist erstaunlich was so ein Kleber hält. Ich brauchte einen 3 Armigen 300 mm Abzieher und eine Wärmequelle um die Klebestelle zu lösen.
Fazit: Man wird von UHU gesponsert, aber von jedem belächelt.

dr Malossini

Vielen Dank für den Hinweis ( auf kleben wär ich nie gekommen ), aber wo nix is´kann man nix kleben; die Keilnut
ist nahezu komplett weggeschliffen!
BB

Hallo Jungs,

ich hab mal eine ausgeschlagene Keilnut mit einem Lötzinn, mit hohen Bleianteil (ist härter!) geflickt. Das war schon hart an der Grenze, aber Kleben ist ja fast wie bei Pipi Langstumpf. Und das hielt wirklich?

Viele Grüße,

Markus[:shock1:]

Servus!

Das keine Nut mehr vorhanden ist macht eigendlich nichts, wenn die Konusoberfläche nur gut ist. Der Keil sichert nur die Lage der Schwungscheibe zu Zündung, deshalb ist ein Neufräsen an anderer Stelle nicht möglich. Wenn du dir zutraust die Wellennut über die Schwungscheibennut zu bringen würde ich es brobieren. Meist ist die Nut so ausgeschlagen, daß man ein kleines rundes Metallteil vorab hineinkleben kann, um eine kleine zusätzliche Führung zu erhalten. Wichtig ist nur eine noch intakte Konusoberfläche, und das mit dem Loctite hat gut geklungen, denn der ist dünnflüssiger.

Andererseits, was kannst du verlieren?

Malossini

[:dance1:] [:dance1:] [:dance1:]

Original von malossini: [:D] Hallo Big Ben!

Mal eine etwas andere Lösung: Ich hatte bei meiner Sprint 177 eine Kurbelwelle mit ausgeschlagener Keilnut, weiters war der Konus recht eingelaufen. Da dir ja jetzt die Preise für Kurbelwelle und Schwungscheibe bekannt sind (sorry Markus von Sip)kannst du dir ja vorstellen wie ich reagiert habe. Ich kam zu dem Schluß, das 2 komponenten Harz hochfest von UHU billiger ist. Ich habe den Keil in die ausgeschlagene Nut ausgerichtet und eingeklebt. Nach einem Tag trocknungsdauer habe ich den Konus peinlichst genau von überschüssigen Kleber gereinigt und das Lüfterrad aufgeklebt. Mir ist nun klar, daß sich einige das Maul zerreißen werden, abre ich bin Werkzeugmacher und war mir meiner Tat bewußt. Nachteil an der Sache ist, daß der Kleber sehr dickflüssig ist und das Lüfterrad nicht direkt auf den Konus zum Liegen kommt. Dadurch kann sich eine leichte Unwucht ergeben, die auf die Lager gehen kann. Weiters sollte die Zündung gut eingestellt sein, denn da kommst du so schnell nicht mehr hin.
Meine Motor lief 2 Jahre so, Gardersee hin und retour usw. Ein defekter Simmerring beendete das Experiment. Es ist erstaunlich was so ein Kleber hält. Ich brauchte einen 3 Armigen 300 mm Abzieher und eine Wärmequelle um die Klebestelle zu lösen.
Fazit: Man wird von UHU gesponsert, aber von jedem belächelt.

dr Malossini

Hallo BigBen,

die Kurbelwelle haben wir auf Lager und kostet DM 179,- zzgl. Versandkosten!

Viele Grüße,

Markus [:bounce:]

Original von malossini:

Servus!

Das keine Nut mehr vorhanden ist macht eigendlich nichts, wenn die Konusoberfläche nur gut ist. Der Keil sichert nur die Lage der Schwungscheibe zu Zündung, deshalb ist ein Neufräsen an anderer Stelle nicht möglich. Wenn du dir zutraust die Wellennut über die Schwungscheibennut zu bringen würde ich es brobieren. Meist ist die Nut so ausgeschlagen, daß man ein kleines rundes Metallteil vorab hineinkleben kann, um eine kleine zusätzliche Führung zu erhalten. Wichtig ist nur eine noch intakte Konusoberfläche, und das mit dem Loctite hat gut geklungen, denn der ist dünnflüssiger.

Andererseits, was kannst du verlieren?

Malossini

[:dance1:] [:dance1:] [:dance1:]

Moin Moin! Irgendwie klingen alle Vorschläge gut u. machbar - nur ist sowohl der Wellenstumpf
als auch der Konus im Pol-Lüfterrad durch massive Gewalt von aussen zerstört!
Ich halte ´ne neue Kurbelwelle incl. Lüfterrad für das vernünftigste. BigBen

[:D] Hallo Big Ben!

Mal eine etwas andere Lösung: Ich hatte bei meiner Sprint 177 eine Kurbelwelle mit ausgeschlagener Keilnut, weiters war der Konus recht eingelaufen. Da dir ja jetzt die Preise für Kurbelwelle und Schwungscheibe bekannt sind (sorry Markus von Sip)kannst du dir ja vorstellen wie ich reagiert habe. Ich kam zu dem Schluß, das 2 komponenten Harz hochfest von UHU billiger ist. Ich habe den Keil in die ausgeschlagene Nut ausgerichtet und eingeklebt. Nach einem Tag trocknungsdauer habe ich den Konus peinlichst genau von überschüssigen Kleber gereinigt und das Lüfterrad aufgeklebt. Mir ist nun klar, daß sich einige das Maul zerreißen werden, abre ich bin Werkzeugmacher und war mir meiner Tat bewußt. Nachteil an der Sache ist, daß der Kleber sehr dickflüssig ist und das Lüfterrad nicht direkt auf den Konus zum Liegen kommt. Dadurch kann sich eine leichte Unwucht ergeben, die auf die Lager gehen kann. Weiters sollte die Zündung gut eingestellt sein, denn da kommst du so schnell nicht mehr hin.
Meine Motor lief 2 Jahre so, Gardersee hin und retour usw. Ein defekter Simmerring beendete das Experiment. Es ist erstaunlich was so ein Kleber hält. Ich brauchte einen 3 Armigen 300 mm Abzieher und eine Wärmequelle um die Klebestelle zu lösen.
Fazit: Man wird von UHU gesponsert, aber von jedem belächelt.

dr Malossini