Cosa-Kupplung mit Geradverzahnung ?

Servus Blechgemeinde !
Hab meinen PX 125-Motor auf Membran usw. umgebaut und geht höllisch ab. Fahre bisher ne Malossi-Primär auf originaler 125er- Kupplung (Stahlring um den Korb + starke Federn). Die Federn hab ich jetzt auch noch unterlegt, weil sie immer noch durchgeschliffen hat aber das ist alles nichts rechtes ! Ich hätte mir ja schon längst eine Cosa-Kupplung eingebaut, doch ich will keine Schrägverzahnung mehr (Axialbelastung der Lager) !!
Hat da jemand Erfahrung, wie man mit einer Cosa-Kupplung UND Geradeverzahnung fahren kann ?
Dank Euch im Voraus für Eure Antworten.
Gruss, Danielsun.

…und bald hast du ja eine grad verzahnte, luxe…

Eigentlich nur, dass die Axialkräfte durchs Kuppeln um einiges höher sind als die durch die schrägverzahnte Primär… Und selbst die Malossi-Federn und damit beim Kuppeln extreme Axialbelastung haben meines Wissens noch kein Kupplungslager geschrottet… Zumindest nicht innerhalb der Zeit, in der ich vorsichtshalber immer mal wieder die Lager wechseln würde! Ich hab da mehr Angst wegen Unwuchten im Kurbeltrieb…

Hallo.
Könntest dir noch abhelfen mit der 200er Kupplung. (>D)
Hält auf jedenfall länger als die 125er.

Cosa und gerade wäre ne tolle sache aber leider schwer machbar.

Mfg Michi [:bounce:] [:bounce:]

Und was ist mit der Kupplung!? Versuch mal ne Kupplung mit Malossi-Federn o.ä. zu ziehen… Ohne Training können die meisten überhaupt nicht damit fahren, das ganze trotz zweifacher Übersetzung (Hebel am Lenkkopf, Hebel am Kupplungsdeckel)… Und die Belastung durchs Kuppeln ist definitiv höher… Sieht man schön wenn sich mal (wie bei mir letztes Jahr) die Kupplungsmutter löst und sich die Kupplung dann 1cm weiter aussen auf der Welle verkeilt… Die 21 (echten) Hinterrad-PS waren kein Problem für die Verkeilung, allerdings ist bei jedem Kuppeln die ganze Kurbelwelle mit allem drum und dran um eben diesen Zentimeter nach aussen gedrückt worden! Bei jeder Drehzahl! Am Ende (musste noch irgendwie heimkommen) hat beim Kuppeln die Kurbelwelle an der LiMa-Seite geschliffen… Achja, das ganze mit Cosa-Kupplung… Weicher zu ziehen gehts gar nicht!

bei den gradeverzahnten wird die kraft ja nur auf EINER zahnpaarung übetragen!!!
bei einer schräg sind es doppelt soviele…

und sollte die grade durch krafteinwirkung mal minimal verzogen sein, kommt der defekt doch erschreckend schnell und geräuschvoll!!!
die schräge verkraftet mehr…

Na ja .
Den Mech. möcht ich kennen.Da wirst Tage brauchen .

Bei der Schrägverzahnung ist die Kraft die aufs Lager geht nicht ohne !!
Vorallem wenn man ein hohes Moment hat.

Mfg Michi [:bounce:] [:bounce:]

ok, Jungs. An den Aspekt, dass tatsächlich das Motorgehäuse früher aufgibt, hab ich jetzt nicht gedacht. Aber wir reden jetzt auch über reinrassige Rennmotoren. Wer zielt da noch auf Langlebiggeit ab, man kommt ja dabei eh aus dem Schrauben nicht mehr raus.
Mein Ziel ist ein dezent und gut getunter Motor, der alltagstauglich ist, aber hinundwieder trotzdem die Möglichkeit zum Hahnaufreissen (vs. Plastikbomber) bietet. Axialbelastungen sollten jedenfalls trotzdem vermieden werden, weil sie schlichtweg unnötig sind. Die Schrägverzahnung dient nur der höheren Profilüberdeckung und damit auch einer sehr geräuscharmen Abwälzung der Zahnräder aufeinander.
Genaugenommen bewirkt die höhere Profilüberdeckung sogar, dass mehr Moment übertragen werden kann, was natürlich wieder pro Schrägverzahnung spricht. Mit einem genau ausgerechneten Schrägungswinkel könnte man erreichen, dass das Kuluritzel + Primärrad gerade noch halten und das Lager zwar eine unvermeidliche Axialkomponente abkriegt, die aber dadurch minimal gehalten wird.
Oder besser: Man rechnet einen Schrägungswinkel aus, bei dem die Lebensdauern gleich sind.
Hm…aber lassen wir das. Die Fertigung usw. wären viel zu teuer .
:slight_smile:
Hat nicht Dr. Worbel ne CosaKulu mit Geradverzahnung gebaut ?
Ich glaub ich frag ihn mal.
In diesem Sinne, Danke für Eure Beiträge, Gruss, Daniel.

ojeoje, die bedenken eines maschinenbauers… hab mir das gleiche vor kurzem auch gedacht, als wir die ganze Zahnradgeschichte n der schule durchgenommen haben, aber warum wohl wurden die schräg gebaut? Wohl nicht aus spass, oder? Warum sind die meisten Renngetriebe (SF, Automatics,…) schrägversahnt? wohl kaum um wegen axialbelastung das Lager zu schrotten! Denk mal da werden sich die entwickler schon was bei gedacht haben, sonst hätte sie sie geradeverzahnt gebaut!

@Jägermeister
Hast du nicht gelesen, was ich geschrieben hab ??
Klar verkraftet die Schrägverzahnte mehr und wenn die Lagerung speziell für Axiallastaufnahme konzipiert wurde, dann spricht auch nix dagegen. Deswegen ist dein Automatik…blabla kein Argument, kapiert ? Es geht hier um die PX und da ist die Lagerung jedenfalls NICHT speziell für Axialbelastungen ausgelegt. (Genau lesen)
MfG, Daniel.

Okay, wenn die Schrägverzahnung weg ist ist aber immer noch die normale Belastung da! Und wegen den Lagern würd ich mir echt keine Gedanken machen, die halten das aus! Und selbst bei Motoren, die von der reinen Kraft regelrecht zerrissen wurden (Getriebezähne weg, Wellen krumm, Gehäuse gerissen…) war das Kupplungslager noch gut! Ein kaputtes Nebenwellenlager hab ich auch noch nicht gesehn…

Und wenn der Motor wirklich so kräftig ist, dass das Lager nach 10.000km platt wäre sollten nach dieser Zeit auch die Simmerringe etc. gewechselt werden, Schaltkreuz wird dann auch nicht mehr gut sein…

halli, hallo, hallöchen!
wenn du von mr. worbel oder einem ähnlichen anbieter
´ne geradeverzahnte cosakulu findest, give us a call!
wär ja auch mal was für unsere bastelprofis eines bekannten
landsberger rollerladens, oder nüt?
in diesem sinne adieu
hansolo
p.s.:wisst ihr warum frauen so dicke hintern haben?

damit sie beim ratschen nicht aus dem fenster fallen.[:D] [:D]

entschuldige…aber ich hab irgendwie verständnisprobleme.
Was willst du damit jetzt überhaupt sagen ?

[ Dieser Beitrag wurde von Danielsun am 21.02.2002 editiert. ]

Negativbeispiel kenn ich jetzt kein konkretes, aber es ist im Rennsportbereich nur noch Geradverzahnung üblich. Mein Studienkollege ist als Mechaniker bei Kartrennen dabei, wo aus 125 ccm 46 PS (!!!) rausgeholt werden. Er sagt, Schrägverzahnung wär da undenkbar. Anhand des grossen Schrägungswinkels ergibt sich eine solch hohe Axialbelastung auf die einreihigen Rillenkugellager, dass die Lebensdauer auf die Hälfte abnimmt. Solche Lager, wie sie PX-Kurbelwellen als Hauptlager haben, mögen Axialbelastungen eigentlich überhaupt nicht. Original ist das natürlich egal aber mit sagen wir 25 PS in einer Vespa ist Deine Lagerlebensdauer auf 1/8 geschrumpft !!
(Berechnungsgrundlagen siehe SKF-Wälzlagerkatalog)
Mit meinem getunten PX-Motor will ich halt nicht gleich nach 5000 km neue Lager einbauen müssen, deshalb muss die Geradverzahnung her !

Schwer machbar? Ein guter Mechaniker macht das schon - aber das ganze ist ein riesiger Aufwand! Der Innenteil der Kupplung muss komplett neu gefertigt werden, da die Kupplungen verschieden aufgebaut sind. Dann noch ein Zahnrad nach Maß fertigen: teuer…

Ausserdem: Warum ist dir die Belastung durch Schrägverzahnung zu hoch? Mir ist aus vielen vielen Rollern mit viel Leistung (wahrscheinlich mehr als deine) bekannt die da keine Probleme machen… Für deinen Motor würd ich lieber die 200er Original-Primär + Cosa-Kupplung nehmen… Ist nen Tick kürzer als die geraden Primärs!

Oder hast du ein Negativbeispiel parat bei dem die Schrägverzahnung Lager und/oder Gehäuse geschreddert hat?

nochmal was zu schrägverzahnug…
das mit dem „zug“ aufs lager stimmt schon aber hast du dir mal gedanken gemacht warum da ein C3 eingebaut ist??
selbst ein rillenkugellager (in dieser größe!) verträgt so einiges an seitlicher belastung ohne direkt einzulaufen…
selbst bei motoren mit über 20Nm wäre mir ein lager defekt der auf die schrägverzahnung zurüch zu führen wäre nicht bekannt…
die grenze setzt wohl eher das gehäuse oder warum reißen immer die brücken zur nebenwelle???
denn da genau läuft die kraft her…