Bericht über Rollerstammtisch Nördlingen

aus der Augsburger Allgemeinen vom 15. August 2008:

Rollerstammtisch


Vespa fahren ist ein Lebensgefühl



Nördlingen
(heja) - Es gibt viele Wege, sich eine sommerliche Entspannung zu
gönnen. In Nördlingen tun das einige, indem sie mit ihrer Vespa durch
die Gegend knattern: „Roller fahren, das ist ein Lebensgefühl und das
macht man aus Leidenschaft“, schwärmen zwei ausgewiesene Nördlinger
Vespa-Fahrer: Peter Florian und Uwe Herzel.


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Sie sind Teil des Nördlinger Roller-Stammtisches, der sich wöchentlich
in der Blauen Glocke trifft: Zwölf Männer und nicht mehr ganz so viele
dazu gehörige Frauen, die verbunden sind über ihre gemeinsame
Leidenschaft für dieses nostalgische Fortbewegungsmittel. „Das ist
einfach ein schönes Gefährt, es hat Flair“, sagt Peter Florian. Das ist
das Grundgefühl, dass alle Mitglieder des Nördlinger Rollerstammtisches
teilen. Dieser wiederum ist „eigentlich aus einer Vatertagstour“ vor
sechs oder sieben Jahren entstanden - so genau weiß keiner mehr, wann
das war. Aber das ist ja zweitrangig.


Erstrangig aber war damals die Entdeckung, dass es einfach Spaß mache,
zusammen mit dem Roller „von Punkt A nach B“ zu kommen: „Ohne viel
Hightech, mit den einfachsten Mitteln und eben nicht in
Höchstgeschwindigkeit.“


Jedes Jahr wählt der Stammtisch seinen „Präsidenten“. Der ist dann
federführend bei den diversen und natürlich immer luftig-leichten und
relaxten Aktivitäten des Rollerstammtisches. In diesem Jahr ist Uwe
Herzel Nördlinger Roller-Präsident. „Im Sommer fahren wir Männer in der
Regel nach Italien.“ In diesem Jahr ging es nach Treviso - aber nicht
auf soften Wegen, sondern schon auf „richtigen Pässen“. Je nach
Vorlieben übernachtet man im Freien oder im Hotel, es gebe da eine
Indoor- und eine Outdoor-Fraktion. Ziel sei es von allen, das Meer zu
erreichen, und dabei viel Spaß beim Fahren zu haben: „Das ist ein Stück
Abenteuer für uns.“

Kein Plastik und keine Automatik


Italien muss es natürlich sein, weil das ja bekanntlich die Heimat der
Vespa ist. Und obwohl alles ganz cool zugeht beim Nördlinger
Rollerstammtisch: „Plastikroller oder Automatikroller sind schon ein
wenig verpönt.“ Denn die echten passionierten Rollerfahrer fahren
Blech- und Schaltroller.


Übrigens: Das Wort Vespa heißt auf Deutsch Wespe, und der Roller
verdankt seinen Namen seinem Motorgeräusch, das dem Summen der Wespe
gleicht. Über 20 Jahre alt sind die Nördlinger Piaggio-Roller.


Plastikroller? Nein Danke! - heißt es auch beim mittlerweile schon
kultigen „Vespa-Treff“ in der Ziegelmühle - das am vergangenen
Wochenende stattgefunden hat. „Obwohl wir überhaupt keine Werbung dafür
machen, kommen doch immer an die 200 Rollerfahrer aus Süddeutschland zu
unserem Fest“, erklärt Corinna Florian, die zum weiblichen Teil des
Stammtisches gehört. Auch da geht es natürlich ganz „relaxt“ zu: „Nur
keinen Stress. Wir hatten zwei Ferkel auf dem Grill und alle
Rollerfamilien haben zusammen für das Essen gesorgt.“


So zieht eben der Nördlinger Rollerstammtisch ganz gemütlich seine
immer weiter werdenden Kreise und sorgt in unserer Region dafür, dass
das romantische Vespa-Knattern in Zukunft nicht verstummen wird.

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